Home » Bioenergieregion » Aktuell »

Honigproduktion der Becherpflanze

honigbiene-becherpflanze

In Kooperation mit Frau Dr. Ingrid Illies von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim untersucht die Biologiestudentin Julia Mack mit ihrem Betreuer Dr. Pedro Gerstberger vom Lehrstuhl für Pflanzenökologie der Uni Bayreuth die Nektarproduktion der Becherpflanze.

Die Becherpflanze (Silphium perfoliatum, „Silphie“) ist eine mehrjährige Staude, die bei den Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken angebaut wird. Hier wird ihre Eignung als Alternative zu Silomais für die Biogasproduktion untersucht. Von Mitte Juli bis in den September blüht die Becherpflanze ununterbrochen mit großen gelben Blütenköpfen, die von vielen Insekten wegen der Nektar- und Pollentracht aufgesucht werden.

Im Rahmen der Förderung durch die Bioenergieregion Bayreuth wurden in den letzten Jahren mehrere Becherpflanzen-Felder für Testzwecke angelegt und ihre Ertragsleistungen ermittelt.

Um auch den Honigertrag der Becherpflanze zu quantifizieren werden in diesem Jahr kleine Testbienenvölker auf Waagen in unmittelbarer Nähe der Silphium-Felder gehalten und die tägliche Gewichtszunahme der Völker gemessen. Des weiteren soll mit Mikropipetten die Nektarmenge und ihr Zuckergehalt von Einzelblüten untersucht werden.

Die Studie wird im Rahmen einer Bachelor-Abschlußarbeit in Fach Biologie angefertigt: „Der Honigertrag“ erläutert Pedro Gerstberger „ist eine zusätzliche Wertzahl für die Ertragsbilanzierung der Becherpflanze im Vergleich zum Mais, der als Windbestäuber bekanntlich keinen Nektar produziert.“