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Klimaschutz kennt keine Grenzen
Landkreis Bayreuth begründet Klimaschutzpartnerschaft mit südkoreanischem Landkreis -
Delegation aus Südkorea besucht die Bioenergieregion Bayreuth

Im Rahmen der Unterzeichnung eines gemeinsamen Klimaschutzabkommens durch Landrat Jong-Kook Hwang aus dem Landkreis Goseong (Südkorea) und Landrat Hermann Hübner, besuchte zwischen dem 21. und dem 24. Juni 2011 eine südkoreanische Delegation die Bioenergieregion Bayreuth.

>>> das Partnerschaftsabkommen

Für den südkoreanischen Landrat Hwang war es bereits der zweite Besuch im Landkreis Bayreuth. Der Kontakt wurde über den Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Hartmut Koschyk sowie über die Hanns-Seidel-Stiftung vermittelt. Die Landkreise fühlen sich besonders verbunden, da beide durch die Teilung des Landes und die räumliche Nähe  zur ehemaligen innerdeutschen Grenze bzw. zur Demarkationslinie in Korea betroffen waren und sind.

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Neben der Unterzeichnung der „Vereinbarung zum bilateralen Austausch und zur Kooperation“, die auch eine gemeinsame Erklärung zum Klimaschutz enthält, wurde ein informatives Rahmenprogramm für die Gäste zum Thema „Bioenergie“ zusammengestellt.

Dazu organisierten Regionalmanager Bernd Rothammel (Bioenergieregion Bayreuth), Dr. Pedro Gerstberger und Yelva Larsen von der Universität Bayreuth sowie Dr. Peter-Michael Habermann (Leiter der Abfallwirtschaft) Vorträge zu verschiedenen Themen der Bioenergie, die durch Besichtigungen ausgewählter Betriebe und Stationen ergänzt wurde. 

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Dr. Pedro Gerstberger zeigt Landrat Hwang ein Becherpflanzen-Versuchsfeld. Die Pflanze wächst als Dauerkultur bis zu 20 Jahre lang und muss nur einmal angepflanzt werden. Die Biogaserträge sind nach ersten Untersuchungen der Uni Bayreuth mit den von Mais vergleichbar, die ökologischen Auswirkungen für Boden und Artenvielfalt deutlich besser
.

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Viel Spaß bereitete der Delegation die Infostationen zur Bioenergie-Umweltbildung – hier die Station Energy Race

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Auch ein Besuch der Kompostieranlage am Buchstein stand auf dem Programm. Dr. Peter-Michael Habermann (4.v.l), Leiter der Abfallwirtschaft im Landkreis erläuterte den Gästen das bewährte System der getrennten Sammlung und Verwertung von Bioabfällen. Organische Abfälle aus der kommunalen Sammlung werden derzeit kompostiert, künftig ist geplant, diese Materialien vor der Kompostierung zur Energiegewinnung zu vergären. Damit kann in der Region Energie für 1700 Haushalte erzeugt werden.

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Besonders begeistert waren die Gäste von den Landwirtschaftlichen Lehranstalten, die ihre Maschinen mit Pflanzenöl betanken. Vor Ort wurden zudem eine Photovoltaikanlage sowie eine  Biogasganlage und ein Hackschnitzelheizwerk besichtigt, deren Energie zur Stromeinspeisung und zur Versorgung eines umfangreichen Nahwärmenetzes eingesetzt wird.

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Die südkoreanische Delegation um Landrat Hwang (5. V.l,), Landrat Hermann Hübner (6.v.l) und Bernd Rothammel (rechts: Neben den Besichtigungen und offiziellen Treffen mit Landrat Herrmann Hübner, Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin und dem Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk blieb für die Gäste aus Asien auch noch Zeit für ein kleines Erholungsprogramm u.a in der Therme Obernsees. Dabei zeigten sich die Gäste auch aufgeschlossen für die kulinarischen Spezialitäten der Fränkischen Gastronomie. 

 Weitere Bilder…

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