Home » Bioenergieregion » Aktuell » Ab Januar: Verschärfte Grenzwerte für Heizungen und Kamine

Ab 1. Januar 2015 gelten aufgrund der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) verschärfte Emissions-Grenzwerte für Heizungsanlagen. Die Verordnung regelt unter anderem den Feinstaub-Ausstoß kleiner und mittlerer Feuerungsanlagen in Privathaushalten und Betrieben. Betroffen sind Heizungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung ab 4 Kilowatt, Pelletöfen sowie Kamin- und Kachelöfen.

Neue Anlagen:
Ab ersten Januar gelten für neue Heizungsanlagen die Grenzwerte von 0,4 g/cbm für Kohlenmonoxid 0,02 g/cbm für Staub. Bestehende Anlagen: Bereits bestehende Heizungsanlagen für Festbrennstoffe mit einer Nennwärmeleistung von 4 Kilowatt oder mehr müssen die Grenzwerte der Stufe 1 einhalten, die je nach Brennstoff zwischen 0,3 g/cbm bis 1 g/cbm für Kohlenmonoxid und 0,06 g/cbm bis 0,10 g/cbm für Staub liegen

Alte Anlagen:
Heizkessel, die vor 1995 errichtet wurden, müssen bis 31. Dezember 2014 mit einem Filter nachgerüstet oder komplett ausgetauscht werden, falls sie die Grenzwerte nicht einhalten.

Kaminöfen:
Kaminöfen, die nach dem 31. Dezember 2014 neu errichtet werden, gelten folgende Grenzwerte bei der Typprüfung: 1,25 (Herde 1,50, Pelletöfen 0,25) g/cbm CO  und 0,04 (Pelletöfen 0,02 bzw. 0,03) g/cbm Staub. Altgeräte, mit einer Typprüfung vor 1975 (Datum auf dem Typschild oder nicht mehr feststellbar) müssen bis Ende 2014 stillgelegt bzw. nachgerüstet werden, wenn sie den CO-Grenzwert von 4 g/cbm und den Staubgrenzwert von 0,15 g/cbm überschreiten.

Unter http://cert.hki-online.de/ informiert eine Online-Datenbank des HKI Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. über die Emissionen und Produktmerkmale einzelner Modelle.Ausnahmen: Ausgenommen von den neuen Regelungen sind Öfen und Kamine, die die einzige Heizmöglichkeit einer Wohneinheit darstellen, historische Öfen (Einzelraumfeuerungsanlagen, die vor 1950 errichtet wurden), Herde mit einer Nennwärmeleistung unter 15 kW, Badeöfen, handwerklich vor Ort gesetzte Grundöfen sowie offene Kamine. Nachrüsten notwendig?

Um festzustellen, ob die neuen Grenzwerte eingehalten werden, ist eine Messung durch den Schornsteinfeger erforderlich. Dies muss spätestens vier Wochen nach der Inbetriebnahme, danach alle zwei Jahre durchgeführt werden. Bei Einzelraumfeuerungsanlagen reicht eine Bescheinigung des Herstellers über die Einhaltung der geforderten Emissionswerte aus.

Quelle: Familie, Heim und Garten, LRA Bayreuth

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