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Bioenergieregion Bayreuth berechnet Wertschöpfung durch erneuerbare Energien

Rund 14,5 Millionen Euro betragen die jährlichen Wertschöpfungsgewinne aus erneuerbare-Energien-Anlagen in der Bioenergieregion Bayreuth. Da die Anlagen und Betreibergesellschaften weitgehend in der Region ansässig sind, bleiben etwa 75 % der Wertschöpfung (11 Millionen Euro) in der Region. Dies zeigt den wirtschaftlichen Vorteil erneuerbarer Energien gegenüber fossilen Energieträgern, bei welchen in der Region keine Wertschöpfung erzeugt wird.

Wertschöpfung-EE

Die strom- und wärmeerzeugenden Erneuerbare-Energien-Anlagen decken den Stromverbrauch von gut sechzigtausend, sowie den Wärmeverbrauch von etwa elftausend Durchschnittshaushalten und tragen somit erheblich zur Energiebereitstellung bei.

Über die Stromerzeugung aus nachhaltigen Energieträgern wie Holz, Biogas, Wind- und Wasserkraft sowie Photovoltaik wird innerhalb eines Jahres eine Wertschöpfung von rund 11 Millionen Euro erzielt. Im Bereich Wärmeerzeugung werden jährlich etwa zweieinhalb Millionen erwirtschaftet, die Erzeugung von Biomassebrennstoffen (z.B. Holzhackschnitzel) trägt rund eine Million Euro bei.

Der Anteil der Bioenergie

Über Bionergie aus Holz, Pflanzen und organischen Reststoffen wird in der Region ein jährlicher Gewinn von 5,2 Mio. Euro erzielt, was 36 Prozent der Gesamtwertschöpfung aus erneuerbaren Energien entspricht. Bei der Brennstofferzeugung beträgt der Anteil der Bioenergie 100 Prozent, bei der Wärmebereitstellung 89 Prozent, und bei der Stromproduktion 16 Prozent.

 
Die entsprechenden Wertschöpfungsgewinne setzen sich zusammen aus Einkommen, Unternehmensgewinnen und Steuern an die Kommunen in den Bereichen Strom-, Wärme- und Brennstoffproduktion. Auf dem regionalen Arbeitsmarkt spielt die Erzeugung erneuerbarer Energien bisher noch eine untergeordnete Rolle: rund 70 Vollzeitarbeitsplätze entfallen auf den Sektor nachhaltige Energieerzeugung.

Die erneuerbaren Energien verbessern zudem nicht unwesentlich die Klimabilanz der Region: Jährlich werden durch die regionalen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien etwa zweihunderttausend Tonnen Treibhausgase eingespart. Dies entspricht dem jährlichen CO2-Verbrauch von gut zwanzigtausend Einwohnern (in Deutschland).

Die Angaben stammen aus den Ergebnissen eines Online-Wertschöpfungsrechners, der von der Agentur für erneuerbare Energien e.V. im Auftrag des Bundesumweltministeriums sowie des Bundeslandwirtschaftsministeriums entwickelt wurde. Getestet wird der Wertschöpfungsrechner aktuell von den 21 deutschen Bioenergieregionen, zu welchen auch die Region Bayreuth zählt. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2012. Aufgrund des seitdem erfolgten Zubaus im Bereich Windenergie kann man in den Jahren 2013 und 2014 von einer deutlichen Steigerung der Wertschöpfung ausgehen.