
Energie aus organischen Abfällen und Reststoffen aus der Land- und Forstwirtschaft
Die Nutzung der organischen Abfälle aus Haushalten, Gärten und von Landschaftspflegemaßnahmen (ca. 47.000 Tonnen/Jahr) erfolgt derzeit ausschließlich über Kompostierung. Eine energetische Nutzung erfolgt nicht. Auch bei Gülle wird nur ein geringer Anteil (3%) des Gesamtpotenzials von 1,25 Millionen Tonnen zur Energieerzeugung genutzt. Ein weiteres Potenzial bilden 4.600 Tonnen Speisereste aus der Gastronomie, die derzeit nicht systematisch energetisch genutzt werden.

Um dieses enorme Potenzial bioenergetisch nutzen zu können, sollen die bestehenden Entsorgungsstrukturen analysiert werden, um ein Gesamtkonzept zu entwickeln, welches für biogene Abfall- und Reststoffe die verschiedenen Verwertungsverfahren (Kompostierung / Vergärung / energetische Verwertung in Biomasseheizwerken) innerhalb eines Stoffstrommanagementsystems optimal kombiniert.
Das Stoffstrommanagementsystem hat zum Ziel, dass das Transportaufkommen minimiert wird, bestehende Anlagen genutzt und ggf. umgerüstet, ggf. neue Anlagen errichtet werden und ökologisch und ökonomisch optimaler Verwertungsmix aus Kompostierung, Vergärung und Verwertung in Biomasseheizwerken erreicht wird. Zu berücksichtigen ist, dass bei allen Verfahren anerkannte Gütesicherungsverfahren angewendet werden, die eine kontrollierte Qualität des Verfahrens und der Produkte gewährleisten.
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