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Errichtung und Betrieb einer Bioabfallvergärungsanlage, Erzeugung von Biomethan und und hochwertigem organischen Dünger

Ausgangssituation

In der ersten Förderperiode wurden die Potenziale an biogenen Abfall und landwirtschaftlichen Reststoffen auf Gemeindeebene analysiert und in einer Studie veröffentlicht. Darüber hinaus wurden im Rahmen einer Kooperation mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf weiterführende detaillierte Untersuchungen zur energetischen Bioabfallnutzung unter technischen, logistischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten eingeleitet. Die Detailuntersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass eine gemeinsame Biomüllentsorgungsanlage der oberfränkischen Verbandsmitglieder des ZMS sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist. Da in einem ersten Standortscreening keine Standorte identifiziert werden konnten, die ein sinnvolles Wärmenutzungskonzept ermöglichen, soll das Biogas nicht verstromt, sondern aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist werden. Für diese Technik muss die Anlage jedoch eine Mindestgröße aufweisen, die mit dem Inputmaterial aus der Region Bayreuth alleine nicht erreicht werden kann. Daher wurden auch benachbarte Gebietskörperschaften in das Projekt eingebunden.

 

Organische Abfälle werden in der Region derzeit kompostiert. Künftig soll auch die Energie dieser Materialien genutzt werden.


Projektbeschreibung 2012-2015

Das Teilpotenzial der Bioabfälle soll durch eine neu zu errichtende Vergärungsanlage energetisch genutzt werden. Unter Federführung des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) werden in der geplanten Anlage organische Haushaltsabfälle aus Stadt und Landkreis Bayreuth, dem Landkreis Kulmbach und dem Abfallzweckverband Stadt und Landkreis Hof verarbeitet. Die Anlage wird ca. 40.000 Tonnen Inputmaterial verarbeiten und mit einer Gasaufbereitungsanlage zur Einspeisung von Biomethan ausgestattet sein. Das Biomethan soll in der Region vermarktet werden. Neben der energetischen Nutzung ist die Schließung des Nährstoffkreislaufes ein wichtiger Projektbestandteil. Die Gärreste sollen nachkompostiert werden, wobei anerkannte Gütesicherungsverfahren eine kontrollierte Qualität des Verfahrens und der Produkte gewährleisten. Die Realisierung einer gemeinsamen Vergärungsanlage zum Ausbau der regionalen Bioenergie wird von den politischen Entscheidungsgremien befürwortet. Geplant ist eine Anlage mit einer Investitionshöhe von rund 10 Millionen Euro, es werden sieben neue Arbeitsplätze geschaffen. Dieses Projekt zum konkreten Anlagenbau wird ohne BMELV-Fördermittel aus dem Wettbewerb Bioenergie-Regionen finanziert.


Maßnahmen

Die Einzelmaßnahmen des Projektes umfassen die Standortauswahl, die Wahl der geeigneten Anlagentechnik für Vergärung und Gasaufbereitung, die Gründung eine Betreibergesellschaft, die Ausschreibung des Baus der Anlagen, die Umstellung der Entsorgungslogistik in den beteiligten Städten und Landkreisen, den Bau der Anlage selbst  sowie die Etablierung einer gütegesicherten Gärrestkompostierung zur Herstellung eines hochwertigen Düngers und Bodenverbesserers.



Ziele

  • Energetische Nutzung des in der Region vorhandenen Potenzials an organischen
  • Haushaltsabfällen Herstellung und regionale Vermarktung eines gütegesicherten Kompostes aus den Gärresten

 

Partner

 


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