Fachprojekt07

Ökologische Gärsubstrate für die Bioenergiegewinnung

Aktuell zum Thema:

Informationen zu Fördermöglichkeiten alternativer Energiepflanzen

Bayern 3 TV ("Unser Land"), Bericht vom 29.10.2010

ZDF Umwelt berichtet

Pressemeldung des Informationsdienst Wissenschaft:

Website des Forschungsprojektes


Am Lehrstuhl für Pflanzenökologie der Universität Bayreuth werden Versuche mit sieben rasch wachsenden, ausdauernden Pflanzenarten angestellt, die im Gegensatz zum Mais in Dauerkultur angebaut und 10-20 Jahre lang genutzt werden können. Es handelt sich dabei um ausdauernde Pflanzenarten aus verschiedenen Regionen der temperaten Klimazonen der Erde, die ähnlich hohe Trockenmasse- und Biogaserträge erwarten lassen wie Mais.

Bodenschonende Dauerkulturen

Wegen der beabsichtigten jahrelangen Nutzung der Dauerkulturen entfällt die ansonsten übliche alljährliche Bodenbearbeitung und damit auch etliche ökologischen Probleme, die den Maisanbau kennzeichnen, wie Bodenverdichtung, -erosion, Nährstoffauswaschung, Humuszehrung, verstärkter Einsatz von Pestiziden.

Die Vorteile

Einmal etabliert, wachsen die Staudenpflanzen so rasch, dass sie sehr bald eventuelle Beikräuter beschatten und ausdunkeln, so dass deren Bekämpfung nicht erforderlich ist. Zudem sind die ausgewählten Pflanzenarten frosthärter als Mais. Damit treiben sie früher im Jahr aus und können später geerntet werden. Dadurch lässt sich für eine optimale Silierung der Trockensubstanzgehalt mit dem Erntezeitpunkt steuern und die Pflanzen können durch die längere Standzeit mehr Biomasse aufbauen. Im Gegensatz zum Mais wird keine der ausgewählten Pflanzen von Wildschweinen gefressen. Darüber hinaus können die Pflanzenarten als spätblühende Stauden teilweise bis Ende September als Insekten- und Bienentrachtpflanze genutzt werden, wenn kaum noch andere Nektarquellen in der Feldflur vorhanden sind.

In Kooperation mit den Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken sollen sieben Pflanzenarten im agrartechnischen Maßstab angebaut und auf ihre Eignung (Erträge) und ökonomischen Betriebsparameter ausgetestet werden.

Erwartet werden nicht nur vergleichbar hohe Ernteerträge wie beim Mais und eine Verbesserung der Agrarökologie, sondern auch erhebliche betriebswirtschaftliche Einsparpotentiale wegen des geringeren Bearbeitungsaufwandes der Ackerflächen.

Vernetzung mit anderen Fachvorhaben

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens fließen in das Kommunale Informationssystem „Erneuerbare Energien“ sowie das Infonetz Umweltbildung ein.

 

Wertschöpfungskette

Wertschöpfungskette des Fachvorhabens Ökologische Energiepflanzen