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Konzeption eines Hackschnitzellagerraumes

Bei der Planung eines Hackschnitzellagerraumes sind einige Punkte zu beachten um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Erkundigen Sie sich in Ihrem speziellen Fall bei einem kompetenten Installateur.
Bei der Lagerung von Hackschnitzeln muss unterschieden werden, ob es sich um waldfrische oder um bereits getrocknete Hackschnitzel handelt. Waldfrische Hackschnitzel haben meist noch einen hohen Wassergehalt. Sie sollten deshalb zunächst im freien oder gegebenenfalls in Trocknungscontainern getrocknet werden, bis der Wassergehalt auf weniger als 30 % gesunken ist. Feuchte Hackschnitzel sollten nicht gelagert werden, da es sonst zu Schimmel oder Pilzen kommen kann, die die Gesundheit gefährden können. In Extremfällen können sich Hackschnitzel bei schlechter Lagerung auch selbst entzünden.

Hinweise zur Lagerung (nach TFZ)

  • Holz möglichst in ungehackter Form vorlagern bzw. vortrocknen
  • Die Lagerdauer der Schnitzel kurz halten (Anhaltswert: drei Monate)
  • Möglichst wenig Grünanteile (Nadeln oder Laub) einlagern
  • Den Anteil der Feinfraktion niedrig halten
  • Grobhackgut (ab 50 mm) trocknet besser; die Pilzentwicklung schreitet weniger schnell fort
  • Schnitzellager möglichst entfernt von Arbeits- und Wohnplätzen anlegen sowie die Hauptwindrichtung beachten
  • Keine Kleider, Nahrungs- oder Genussmittel in Räumen aufbewahren, in denen Hackschnitzel gelagert werden
  • Kesselräume und Lager möglichst sauber halten
  • Durch entsprechende räumliche Ordnung die Verwendung in der Reihenfolge der Einlagerung gewährleisten. Was zuerst eingelagert wurde, sollte zuerst verbraucht werden
  • Bei Außenlagerung die Haufen in Form von Spitzkegeln ausbilden, damit die Durchfeuchtung bei Regen möglichst gering bleibt
  • Bei Innenlagerung statt gleicher Schütthöhe die Dammform vorziehen
  • Die Lagerräume hoch und zugig gestalten, damit Kondensation über den Haufen verhindert wird
  • Bei Innenlagerung (Bunker) ein Abluftsystem vorsehen
  • Die bautechnischen Brandschutzanforderungen sind einzuhalten.
  • Unbedingt notwendige Elektroinstallationen sollten explosionsgeschützt ausgeführt werden.
  • Bei feuchtem Hackgut müssen die Wände der Lagerhalle Luftdurchlässig gestaltet werden. Ist dies nicht möglich, muss ggf. regelmäßig umgeschichtet werden.
  • Die Abluft aus der Lüftung kann direkt in den Brennraum geleitet werden, dabei werden die Sporen verbrannt
  • Kaltlufttrocknung, Kaltbelüftung und Lagerung in überdachten Draht- oder Holzgitterkästen erwiesen sich als günstig und sind zu empfehlen
  • Eine Temperaturüberwachung mit einer Sonde ist dringend zu empfehlen.

Weitere Hinweise sind dem Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe zu entnehmen weiter>


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