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Beschaffenheit, Lagerung und Trockung von Stückholz

Der Heizwert von Holz hängt entscheidend von seinem Feuchtegehalt ab. Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass feuchtes Holz schlechter brennt als trockenes. Nur: Wie lange muss das Holz getrocknet werden? Und woher weiß man, wann das Holz trocken genug ist? Hierfür gibt es einige einfache Faustregeln, aber auch gesetzliche Vorschriften, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Gemäß Bundesverordnung darf der Feuchtegehalt von Energieholz maximal 25 % betragen (= lufttrocken).  Es ist sehr wichtig, diesen Grenzwert zu beachten: Denn erstens ist der Heizwert von trockenem Holz höher. Wer feuchtes Holz verbrennt, verschenkt Energie und bares Geld. Zweitens entstehen bei der Verbrennung von feuchtem Holz umweltbelastende Schadstoffe wie Kohlenmonoxid (CO) oder Aschefeinstaub, was zudem zu schädlichen Ablagerungen im Ofen und Kamin führen kann. Deshalb müssen künftig die Kaminkehrer vor Ort auch den Feuchtegehalt des zum Heizen verwendeten Holzes kontrollieren. 

Der Feuchtegehalt kann mit Messgeräten ermittelt werden, die in Baumärkten oder im Fachhandel erhältlich sind.


Als Maß für den Trocknungsgrad werden zwei Messwerte verwendet:

Wassergehalt [%] = Wassermasse bezogen auf die Gesamtmasse.

Feuchtegehalt [%] = Wassermasse bezogen auf die Trockenmasse.

In aktuellen Gesetzestexten wird nur noch der Begriff Feuchtegehalt verwendet. Der Begriff Wasserhalt ist aber noch sehr gebräuchlich. Die folgende Grafik zeigt, wie die beiden Größen zusammenhängen:


Zusammenhang von Wasser- und Feuchtegehalt im Holz

Graphik-Holzfeuchte-Wassergehalt


Die folgende Tabelle verdeutlich den genäherten Zusammenhang zwischen Wasser- bzw. Feuchtegehalt und dem zugehörigen Heizwert. 

Holzfeuchte

Heizwert kWh/kg

150 %

1,7

54 %

3,2

25 %

4,0

13 %

4,4














Tipps zur Lagerung und Trocknung:

Brennholz sollte nach dem Einschlag rasch gespalten und gesägt werden. Idealerweise  wird die Scheitlänge gleich an die Feuerungsanlage angepasst. Dadurch wird der Trocknungsprozess entscheidend verkürzt. Zudem kann einem Pilzbefall vorgebeugt werden.

Voraussetzung für eine effektive Trocknung ist eine sonnige und luftige Lagerfläche im Freien. Von oben sollte das Holz vor Nässe geschützt sein. Auch der Untergrund sollte trocken sein (z.B. Paletten oder Rundhölzer). Frisches Holz sollte auf keinen Fall in geschlossenen Räumen (z.B. Keller) gelagert. Im Idealfall werden die ofenfertigen Scheite an einer südlichen Hauswand unter einem Vordach gestapelt. Dabei sollten zur besseren Belüftung unbedingt 10 cm Abstand zu Hauswand gehalten werden. 

Bei optimalen Lagerbedingungen trocknet frisches Holz innerhalb eines Jahres. Durch technische Trocknung in Trockenkammern trocknet Holz innerhalb von ca. 1-2 Wochen.  

 Wassergehaltsaenderung-bei-Holztrocknung


 

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